Die Altburgstelle
Schwanberg

Die Entdeckung eines Turmes (Bild rechts) im Jahr 2004 bildete den Beginn der archäologischen Arbeiten in Schwanberg. Dabei handelt es sich um ein spätmittelalterliches Kanonenrondell, eine Bastion im Nordosteck des sog. Tanzbodens. Erst im Laufe der Grabungen stellte sich heraus, dass sich an dieser Stelle eine mächtige Burganlage befunden hatte, die in mehreren Urkunden erwähnt ist. Archäologisch bedeutsam waren die frühmittelalterlichen Reste einer Vorgängeranlage des 9. und 8. Jahrhunderts, aber auch römische und keltische Funde.

Schwanberg

"Tanzboden"
2004.

Ihren Ausgang hatten diese Arbeiten auf der Flur "Tanzboden" im Jahr 2004 genommen. Der damals partiell aufgedeckte Bereich einer 3,6 m breiten Festungsmauer bzw. eines Rundturmes waren Anlass, von den geplanten Baumaßnahmen abzusehen bzw. diese an einer etwa 70 m östlich gelegenen Stelle durchzuführen. Das Interesse an der Burganlage führte schließlich auch zur Gründung des Komitees Altburg Schwanberg, das – vertreten durch die Marktgemeinde Schwanberg – die Fortsetzung der archäologischen Untersuchungen mit dem Ziel der Präsentation wesentlicher Teile der Festung zum Ziel hatte. Aber im Laufe der Grabungen stellte sich heraus, dass die Geschichte der alten Burg, deren Reste viele Hunderte Jahre unter der Erde gelegen hatten, viel weiter ins Mittelalter zurückreicht.

Schwanberg

Hochmittelalterliche Rechteckanlage
2010

Schon im Jahr 2010 war an der Nordkante des Tanzbodens die Krone einer Mauer zum Teil freigelegt worden. Im Jahr 2011 zeigte sich, dass diese in O-W Richtung verlaufende Mauer noch gut erhalten ist, über eine Breite von etwa 1,6 m verfügt, und auf etwa 16 m verfolgt werden konnte. Es handelt sich dabei wohl um den Teil einer hochmittelalterlichen Rechteckanlage, die sich auf dem Plateau befand. Zum Teil freigelegt werden konnte ein weiterer Bau der mit einer bereits 2008 hier lokalisierten Schmiede in Zusammenhang stehen könnte.

Schwanberg

Grabung Schwanberg


Dieses Projekt wird aus Mitteln des AMS, des Europäischen Sozialfonds und des Landes Steiermark gefördert.